Was Meshory indexiert (und wie du das änderst)
Aktualisiert am 6. Sept. 2026 · 3 Min. Lesezeit
Eine kuratierte Liste unterstützter Formate und vier Wege, sie anzupassen: Ausschlussmuster, versteckte Namen, Ordnerausschlüsse und Namen, die nur indexiert werden.
Rhino-Dateien im Format .3dm (3DM) werden ebenfalls indexiert, auch Modelle in ZIP-, RAR- und 7Z-Archiven. Vorschauen nutzen lokal die gespeicherten Render-Meshes und warnen vor einer unvollständigen Vorschau, wenn Flächen kein gespeichertes Mesh haben. Die Duplikaterkennung vergleicht nur den Dateiinhalt. Rhino-Dateien bekommen keine Geometrie-Fingerabdrücke.
Meshory indexiert die Dateitypen, mit denen es wirklich etwas anfangen kann, und bewusst nichts anderes. Eine Modellbibliothek sollte sich nicht mit Logs, Installern und Programmdateien füllen, die zufällig neben deinen Modellen liegen. Unterstützt werden: STL, OBJ, 3MF, FBX und STEP/STP (vollständige Vorschaubilder, Duplikaterkennung und 3D-Ansicht), Rhino 3DM (Vorschaubilder und 3D-Ansicht), GLB, GLTF und PLY (indexiert, durchsuchbar und taggbar wie jedes Modell, aber noch ohne Vorschaubild oder 3D-Vorschau), Bilder im Format JPG, JPEG, PNG, GIF, WEBP, BMP und SVG sowie xTool-Laserprojekte (XCS und XS) (alle bekommen ein gerendertes Vorschaubild), ZIP-, RAR-, 7Z-, TAR-, TAR.GZ- und TGZ-Archive (mit Blick ins Innere, wobei enthaltene Modelle als vollwertige Einträge gelten) sowie PDF und TXT für Anleitungen, Readmes und Hinweise, die Modellen beiliegen und sich in der App öffnen lassen. Mit der TAR-Familie sind .tar, .tar.gz und .tgz gemeint. Einzelne .gz-Dateien werden weder indexiert noch durchblättert.
Alles außerhalb dieser Liste ist für Scans schlicht unsichtbar. Geslicte Dateien (G-Code), Szenen aus Resin-Slicern, Markdown-Notizen und Office-Dokumente werden nicht indexiert, auch wenn sie oft neben Modellen liegen. Fehlt ein Format, das dir wichtig ist, sag uns auf Discord Bescheid. Dann ziehen wir echte Unterstützung in Betracht statt einer halben Lösung.
Ausgeschlossene Namen
Unter Settings → Scanning trägst du eine Liste ausgeschlossener Namensmuster ein: eines pro Zeile, * steht für beliebige Zeichen, Groß- und Kleinschreibung spielt keine Rolle. Passende Dateien und Ordner werden bei Scans komplett ausgelassen. Typischer Datenmüll ist schon ab Werk ausgeschlossen (Installer-Dateien, unvollständige Downloads, Thumbs.db und Co.). Ausschlüsse gelten überall, wo eine Datei auftauchen kann, auch in ZIP-, RAR-, 7Z- und TAR/TGZ-Archiven. Wenn du *.png ausschließt, bleiben Vorschau-Renderings aus deiner Bibliothek draußen, egal ob sie lose oder in Archiven liegen.
Namen, die mit einem Punkt beginnen
Meshory überspringt Dateien und Ordner, deren Name mit einem Punkt beginnt. Unter macOS und Linux bedeutet dieses Präfix „versteckt“, und dahinter stecken App-Zustände und Systemmetadaten statt Modelle. Windows kennt diese Konvention nicht, und manche setzen dort einen Punkt an den Anfang, damit ein Ordner im Explorer ganz oben steht. Wenn das auf dich zutrifft, schalte Scan dot names unter Settings → Scanning ein. Deine Quellen werden dann sofort neu gescannt, weil ein normaler Durchlauf nur Ordner neu liest, die sich auf der Festplatte geändert haben. Eine geänderte Einstellung verändert nichts auf der Festplatte, daher blieben die bisher übersprungenen Ordner sonst unsichtbar.
Papierkorb-Ordner, .git und Betriebssystem-Metadaten bleiben ausgeschlossen, egal ob die Einstellung an oder aus ist. Wenn du sie einschaltest, kann sich deine Bibliothek also nicht wieder mit gelöschten Modellen füllen.
Ganze Ordner ausschließen
Klicke mit der rechten Maustaste auf einen beliebigen Ordner, im Raster der Bibliothek oder im Baum der Seitenleiste, und wähle Exclude from library, um diesen Teilbaum aus dem Index zu entfernen. Das ist praktisch, wenn ein überwachter Ordner wie Downloads Unterordner enthält, die gar keine 3D-Inhalte sind. Ausgeschlossene Ordner stehen unter Settings → Scanning. Entfernst du dort einen Eintrag, wird der Ordner beim nächsten Durchlauf neu indexiert. Auf der Festplatte wird in keinem Fall etwas verändert.
Nur indexierte Namen
Unter den Ausschlüssen sitzt der Gegenhebel: Namensmuster, die nur indexiert werden. Passende Dateien werden über die Liste der unterstützten Formate hinaus indexiert (sie erscheinen in deiner Bibliothek und in der Suche), aber überhaupt nicht verarbeitet: keine Vorschaubilder, keine Duplikaterkennung, kein Lesen des Inhalts. So behältst du Projektdateien wie *.blend neben deinen Druckdateien im Blick, ohne so zu tun, als könnte Meshory sie rendern.
Steht ein Muster in beiden Listen, gewinnt der Ausschluss. Das Settings-Panel warnt dich in dem Fall direkt an der Stelle.
Quellen dürfen sich nicht überschneiden
Ein Ordner kann nur zu einer Quelle gehören. Fügst du einen Ordner hinzu, der schon in einer überwachten Quelle liegt oder selbst eine bereits hinzugefügte Quelle enthält, lehnt Meshory ihn ab und sagt dir, mit welcher Quelle er kollidiert. Das ist Absicht: Eine überlappende Quelle würde scannen, jede Datei mit der bereits indexierten Kopie abgleichen und nichts speichern. Übrig bliebe eine Quelle, die ohne erkennbaren Grund dauerhaft leer ist. Um eine bestehende Quelle einzugrenzen, schließ den Teilbaum aus, den du nicht willst, statt eine zweite Quelle darin anzulegen.
Der umfassende Leitfaden
Was du mit 1.000+ heruntergeladenen STL-Dateien machst →